Heilpraktiker für Psychotherapie und Reikilehrer in Oldenburg
 
Vortrag 3 :: Psychotherapie  (Paarberatung)

Vortrag 1   |   Vortrag 2   |   Vortrag 3

Ist meine Beziehung noch zu retten?
  
Diese oder ähnliche Fragen stellen sich Paare häufig, wenn das Wagnis Partnerschaft zu kippen droht. Manche Paare stellen zwar ihre Bereitschaft oder ihren dringenden Wunsch, grundsätzlich zusammen bleiben zu wollen, zunächst nicht in Frage, dennoch hat sich eine latente Unzufriedenheit eingeschlichen, die den Genuss an der Beziehung unmöglich macht. Andere Paare können bereits kaum mehr miteinander sprechen, sind mit ihren Kommunikationsmöglichkeiten festgefahren, in gegenseitigen Schuldvorwürfen gefangen, denken ein- oder wechselseitig bereits über Trennung nach und /oder haben sich bereits in Außenbeziehungen geflüchtet.
Manche Frauen oder Männer sind in so einer Situation früher oder später bereit, sich mit ihrer Geschichte an dritte, möglichst „neutrale", aber professionelle Personen zu wenden.
In so einer Paarberatung oder Paar-„Therapie" ist es in jedem Fall vorrangig, das konkrete Anliegen des Paares überhaupt erst einmal als Konsens zu erarbeiten, denn manchmal ist sich das Paar selbst in Bezug auf die Zielsetzung einer Beratung uneins.

Ein gängiges Beratungsverfahren zu diesem Zweck beinhaltet das Konzept der sog. systemisch-lösungsorientierten Familientherapie", in der der Focus auf die aktuell plagende Situation und recht zügig auf das erwünschte „Stattdessen“ gerichtet wird („Die Blüten, die es treibt" in der Abb.).
Abbildung Integrative therapie
Der sog. tiefenpsychologische Ansatz sieht und bearbeitet die Probleme in einer Beziehung mehr auf dem Hintergrund der persönlichen Geschichte des einzelnen Partners („Wurzel des Übels" in der Abb.).
Ich favorisiere einen integrativen Ansatz („Gesamte Problematik" in der Abb.). Auf jeden Fall schaue ich bei Paarproblemen auf das Zusammenspiel des Paares in seiner aktuellen Situation in der Gegenwart. Ich frage allerdings auch nach zurückliegenden, gravierenden Verletzungen und Loyalitätsbrüchen innerhalb der bestehenden Beziehung, über die nie „richtig gesprochen" und für die nie Ausgleich geschaffen wurde und die dadurch das Liebesglück nachhaltig beeinträchtigen können.
Darüber hinaus interessiere ich mich immer auch für den Zusammenhang des Verhaltens der Partner mit den jeweiligen Lebensthemen, die diese aus ihrer individuellen Vergangenheit sozusagen in die Beziehung unbewusst mit eingeschleppt haben. Beziehungsunfähigkeit oder Bindungsängstlichkeit erweisen sich oft als ein verhängnisvolles „Erbe" aus der Herkunftsfamilie. Die systemische Betrachtung öffnet zu guter Letzt den Blick auf sog. transgenerationale Zusammenhänge und Verstrickungen mit den Schicksalen von Mitgliedern des Herkunftssystems. Möglicherweise ist einer der Partner durch unbewusste Bindungen oder Identifikationen mit Geschwistern, Ahnen oder früheren Partnern gar nicht frei für eine glückliche, gegenwärtige Beziehung.
Als hilfreiches neues Instrument in der Paartherapie und konkret bei der Suche nach den eigentlichen „Schwachstellen" in der unglücklichen Beziehung bietet sich der sog. kinesiologische Muskeltest an.
Abbildung Muskeltest

Durch dieses Rückmeldesystem des Körpers lässt sich bei Aufgeschlossenheit der Klienten testen, wo die Wurzeln des Übels zu finden und wie genau diese zu charakterisieren sind. So können unbewusste, überholte Glaubenssätze eine glückliche Partnerschaft sabotieren, ebenso wie unerfüllte kindliche oder narzisstische Bedürfnisse, für die ein Partner nicht zuständig ist, die ihm aber trotzdem angetragen werden. Eine ausschließliche Arbeit an den Symptomen wie einer blockierten oder verletzenden Alltagskommunikation, sexuellem Rückzug, Süchten oder psychosomatischen Krankheiten wäre in diesem Fall eher nur Arbeit an der Oberfläche und Beziehungs- „Kosmetik" („Situationsberatung" in der Abb.). 

 Heilung" der Beziehung heißt in diesem Zusammenhang, dass auf den jeweils relevanten Ebenen gearbeitet wird und dass sie so wiederhergestellt werden kann, dass die Partner darin wieder Lebensqualität erleben. Bestenfalls wird dann die Liebe wieder zwischen ihnen fließen, oder - wenn das nicht möglich ist - die Beziehung wenigstens auf „gute" und wertschätzende Weise beendet werden. Das setzt voraus, dass beide motiviert sind, in die Veränderungsarbeit Zeit und Kraft zu investieren und sich mutig eigenen „blinden Flecken" zu stellen.

nach oben

 

 
Seitenstruktur      Links      Impressum